Darm gesund?

Ein geschädigter Darm kann die Ursache sein!

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Das ist ein weiter Begriff, der von der Einschränkung bestimmter Organfunktionen – Magen – Pankreas (Bauchspeicheldrüse) – Galle – Leber – bestimmt sein kann.

Der Darm mit seiner riesigen Oberfläche ist hier die Leitstelle etlicher Verdauungsvorgänge.

Um dieses Belastungsfeld auszuschließen, ist eine gründliche Abklärung der Darmfunktion (BASIS-Darmcheck Labor biovis), dringend erforderlich!

Bei Verdacht auch die Abbauleistung von Fructose, Sorbit, Xylit und/oder Gluten – alles über Stuhlproben testbar!

 

Gluten im Getreide

Die Schädigung der Dünndarmmukosa durch Gluten kann eine gluteninduzierte Enteropathie sein (nicht unbedingt nur Zöliakie).

Eine oft über Jahre / Jahrzehnte bestehende Fehlbelastung des Dünndarms kann aber auch auf dem Verzehr glutenhaltiger Getreide, die normalerweise täglich und in großen Mengen verzehrt werden, beruhen:

  • Weizen
  • Roggen
  • Gerste
  • Dinkel
  • Kamut
  • Hafer (wenig!)

Hierdurch können die Darmzotten leiden und ihre Leistungsfähigkeit wird eingeschränkt. Es kommt zu Enzymmängeln, verminderte Ausnutzung der Nährstoffe und zur erhöhten Durchlässigkeit der Darmschleimhaut. Das sind dann ähnliche / gleiche Symptome, wie sie auch von einer Fett-/Kohlenhydrat-Malabsorption ausgehen.

Ist diese Unverträglichkeit diagnostiziert (Blut/Stuhl ) und es ist keine klare Zöliakie / Sprue (Nachweis über eine Biopsie, ggf. lebenslanger Verzicht!) ist die einzige zeitlich begrenzte Therapie: eine glutenfreie Ernährung mit Getreide / Samen, die kein Gluten enthalten:

  • Reis
  • Hirse
  • Buchweizen
  • Mais
  • Amaranth
  • Quinoa
  • Hanfmehl

 

Anamnese

Eine fundierte  Anamnese und zeitliche Zuordnung der Symptome in Abhängigkeit von der Nahrungsaufnahme sind ebenso wichtig für die Ursachenfindung einer Malabsorption wie das Führen eines Ernährungstagebuchs.

Das Auflisten der verzehrten Produkte (Nahrungsmittel – Getränke – Medikamente) können oft einen entscheidenden Hinweis geben.

Symptome

Bei gleichem Auslöser können sehr verschieden oder parallel sein

  • Verdauung: Durchfälle / Krämpfe / Blähungen / Morbus Crohn / Völlegefühl / Fettstühle
  • Psyche: Depressionen / Unkonzentriertheit
  • Kopf – Kopfschmerz:  Migräne / Flush
  • Verhalten: ADS (Hyperaktivität)
  • Haut: Rötung – Quaddeln (Urticaria) – / Juckreiz / Neurodermitis
  • Ödeme: Wasseransammlung im Gewebe (Bauch/Beine/Gesicht)
  • PMS: extreme Menstruationsschmerzen (vorher) / Ödeme
  • Übergewicht
  • Zellentartung

Nahrungsmittelunabhängig kann das Overgrowth-Syndrom zu einer Malabsorption führen. Hierbei kommt es zu Völlegefühl / Gasbildung und Druck im Oberbauch und der Grund ist eine Fehlbesiedlung im Dünndarm. Blähungen, Bauchschmerzen und Diarrhö – fast jeder dritte Erwachsene leidet an einer Kohlenhydratmalabsorption. 20% bis 50% aller Patienten die zum Gastroenterologen überwiesen werden, leiden an dieser Störung, berichtete ein Spezialist auf diesem Gebiet auf dem 108. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. Es ist nicht nur die Unverträglichkeit von Fetten, die zu diesen Beschwerden führen kann. Der Einsatz leicht verdaulicher mct-basis-plus-Fette erhöht die Verträglichkeit und steigert damit die Leistung des Dünndarms, der durch den Abbau anderer Substanzen wie etwa Gluten – Lactose – Fructose zeitweise überfordert ist. Hier hilft zumindest in der Initialphase ernährungstherapeutisch eine Karenz dieser Inhaltsstoffe, um eine Regeneration der Darmmukosa zu erreichen. Dann kommt es auch wieder zu einer besseren Keimbesiedlung und zur Besserung der unterschiedlichsten Beschwerden.

 

Milchprodukte

Zu den oben beschriebenen Beschwerden kann es auch durch die Unverträglichkeit von LACTOSE, dem Milchzucker kommen. Dieser Bestandteil ist in unterschiedlicher Menge in verschiedenen Milchprodukten enthalten und die Gesamtaufnahme spielt auch eine Rolle bei der Verträglichkeit. Eine Schädigung der Darmzotten, auf deren Bürstensaum das zum Abbau nötige Enzym gebildet wird und / oder fortgeschrittenes Lebensalter mit eingeschränkter Abbauleistung machen die Aufnahme oft zur Belastung. Auch hier ist ein Belastungs- bzw. H2-Atemtest klärend. In der akuten Beschwerdephase sollte man auch Lactose streng meiden und dann mit geringem Verzehr oder einer Enzymunterstützung die Mahlzeiten steuern.

Unverträglichkeit von Milcheiweissen zeigt sich über allergieähnliche Beschwerden.

 

Allergen-Reaktionen

Die erhöhte Durchlässigkeit der Schleimhaut (Permeabilität) führt zum Kontakt mit Nahrungsmittelallergenen, die ins Blut gelangen und die gleichen Symptome wie Malabsorptionen auslösen können.

Deshalb ist es sehr hilfreich auch diesen Bereich unverträglicher Substanzen in Nahrungsmitteln unbedingt zu untersuchen, da es meist nicht Sofortreaktionen sind und man den Übeltäter nicht spontan ausfindig machen kann.

Hier bietet sich eine Blutuntersuchung der IgG4 – Reaktionen für eine breite Palette von Nahrungsmitteln an.

 

Pseudoallergische Reaktionen

Biogene Amine (hauptsächlich Histamin), die von empfindlichen Personen schlecht im Körper abgebaut werden, können auch zu spontanen Reaktionen wie Hautrötung (Flush) – Herzrasen – Übelkeit  – Migräneanfälle führen.

Aber auch Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln (Glutmat / Chinasyndrom) spielen hier eine Rolle.

Durch diese Kontakte kommt es auch zu einer Veränderung der Darmschleimhaut wie Rötung / Anschwellung mit erhöhter Durchlässigkeit und einige der obigen Symptome können ausgelöst werden. Die jeweilige Abbauleistung kann über die Bestimmung des dazu nötigen Enzyms (Diaminoxidase – DAO / Serum!) geklärt werden und bei zu geringer Leistung medikamentös und ernährungstherapeutisch unterstützt werden.

Sind solche Veränderungen ( Entzündung der Darmschleimhaut / Fehlbesiedlung mit Keimen usw.) eingetreten, die man gut über eine komplette Stuhluntersuchung klären kann, sollte der Aufbau wieder mit unterstützenden Medikamenten erfolgen.

Hierzu liegt der Diagnose eine entsprechende individuelle Therapieempfehlung bei!

 

Was war zuerst?

Welcher Auslöser zuerst das Problem verursachte ist meist schlecht zu sagen, aber es kommt doch recht häufig vor, das sie zu mindest anfangs parallel auftreten und dann hat auch das Eliminieren nur einer Substanz erst mal wenig Sinn.

Sind aber die Symptome akut wie oben beschrieben, ist es hilfreich, wenn alle Bereiche gut diagnostiziert werden und eine anfangs ganz strikte Ernährungsumstellung mit Eliminierung der entsprechenden Anteile in der Nahrung erfolgen.

Diese Phase sollte ernährungstherapeutisch begleitet werden, um gute Alternativen anzubieten.

 

Das Ziel ist …

… eine größtmögliche Beschwerdefreiheit für die Betroffenen zu erreichen und deren Verdauungsabläufe zu normalisieren, um eine gute Nährstoffaufnahme zu gewährleisten.

Die speziellen Laboruntersuchungen zu diesem kompletten Bereich können in Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt / Heilpraktiker erfolgen.