Jede unserer Unmenge an Körperzellen ist zur Funktion von der Zufuhr bestimmter Subtanzen abhängig. Diese zellerhaltenden sowie zellaufbauenden Stoffe müssen über die Nahrung zugeführt werden. Einige sind essentiell (lebensnotwendig) andere werden daraus gebildet.
Das richtige Angebot von Kohlenhydraten für den Aufbau und den richtigen Abbau sind also auch die Basis für eine gesunde Zellfunktion.
Kommt es über längere Zeit zu einer Störung dieses Ausgleichs, entstehen Schäden von der Schwächung der Zellleistung (Beispiel Diabestes Typ2) bis zur Entartung der Zelle zu Krebs.
Diese Veränderung entsteht über längere Zeit in verschiedenen Stadien.
Über die Ernährung trägt das Überangebot an kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln massiv dazu bei.
Die täglich verzehrten Lebensmittel mit hohem Kohlenhydratanteil sind im Verhältnis des Abbaus viel zu hoch und es kommt zu einer Überforderung der Organe, die dafür zuständig sind wie die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) das Hormon Insulin-, die Leber der Dünndarm und die Zellen.
Sie sind mit einer sehr kohlenhydrat-haltigen Mahlzeit immer belastet!
Wenn das ein Dauerzustand ist wie mit dem heutigen Nahrungsangebot üblich, kommt es zu Schäden. Allem voran der bekannte Diabetes Typ II und der Prädiabetes mit einer eingeschränkten Leistung der Insulinzufuhr und den Folgeschäden durch die zu hohe Glucosezufuhr. Unsere Zellen sind auf natürlichem Weg nicht in der Lage diese in der heutigen Nahrung befindlichen Glucosemengen ab zu bauen.
Es kommt vordergründig zum sichtbaren Syndrom der Fettleibigkeit, Überlastung der Insulinproduktion und/oder zu einer Zellentartung.
Krebs
Entstehung einer entarteten Zelle u.a. durch belastende Ernährung
1. Glucose kommt in die Zelle
Kohlenhydrate, die täglich zuviel aufgenommen und nicht voll im Körper verstoffwechselt werden, können die Grundlage zur Veränderung einer gutartigen zur bösartigen Zelle (Tumorzelle) werden.
Die Zelle hat eine Schutzwand, die Zellmembran, die bestimmte Stoffe aus dem Blutnicht durchlässt. Ist aber Insulin vorhanden, macht es die Zellwand quasi durchlässig für die im Blut zu viel vorhandene Glucose.
Ohne diesen Ablauf kommt keine Glucose in die Zelle und kann auch nicht belastend wirken !
Stimmt das Angebot und der Abbau in diesem System, gibt es keine Überforderung der Zelle und somit keine falsche Verstoffwechslung.
Dann findet eine sogenannte positive Verbrennung der Glucose unter Verwendung von Sauerstoff statt. Eine ausreichende Zahl funktionstüchtiger Mitochondrien (Kraftwerke in der Zelle) sind ebenso notwendig.
Damit ist die Energiegewinnung gesichert!
Ist die Zufuhr aber über längere Zeit zu hoch durch …
- … falsche Nahrungszufuhr (zu kohlenhydrat-reich)
- … Bewegungsmangel (keine Glucoseverbrennung!)
… dann wird diese angestrebte Glucoseverbrennung nicht erreicht, kommt es zu einem Überangebot von Glucose und die Zelle stellt auf eine andere Stoffwechselform um – der Glucose-Vergärung!
Hierbei erzeugen einige Zellen eine bestimmte Art von Milchsäure – linksdrehend –, die dann zu ihrer Versorgung große Mengen von Glucose benötigen. Ist das Überangebot da, kommt es zur Vermehrung und Wachstum dieser Zellen. Sie benötigen zum Erhalt
ausschließlich Glucose, und das in großen Mengen. Die zugeführte Nahrungsglucose
wird zuerst von der Krebszelle benötigt und dann der Rest zur Energiegewinnung
des Organismus eingesetzt. Somit kommt es der oft bei Krebspatienten beobachteten
Auszehrung (Kachexie).
Um das zu unterbinden, wird über eine gezielte Nahrungsauswahl gesteuert:
2. Coy-Prinzip
- Reduzierung der Glucosezufuhr durch einen kohlenhydrat-arm-berechneten Speiseplan mit einem speziellen Rezeptangebot (14-Tagespläne)
- famit Reduzierung der Zellernährung (ist von Glucose abhängig!)
- Hemmung der Milchsäurebildung
- Zufuhr bestimmter Fettsäuren
- Einsatz essentieller Proteine
- hiermit gezielte Energiegewinnung (Glukoneogenese)
Sind Kohlenhydrate lebensnotwendig?
Bestimmte Organe sind glucoseabhängig wie etwa – das Zentralnervensystem – Zellen des Nierenmarks – die Blutzellen oder die Retina im Auge.
Eine Mindestkonzentration ist somit notwendig und muss aufrecht erhalten werden! Das kann aber auch durch die Herstellungvon Glucose aus andern Vorstufen (Glucogneogenese) erreicht werden. Die Energiegewinnung ist gesichert und eine Verhinderung der Auszehrung (Kachexie) und ein Schwund der Muskelmasse wird sicher gestellt. Hier bietet sich ein erhöhter Einsatz von Fetten und Proteinen wie im Coy-Prinzip an.
Die Hauptenergieverwertungsorgane energieliefernder Substrate wie Muskulatur, Niere, und Herz, können sowohl Glucose als auch Fettsäuren umsetzen. Eine Menge an Glucose kann eingespart werden, wenn hochwertige Fettsäuren und Eiweisse gezielt zu geführt werden. Das Gehirn ist von einer größeren Menge Glucosezufuhr abhängig und deshalb ist besonders auch hierfür ist eine gezielte Gabe von Proteinen und Ölen mit hoch-ungesättigten Fettsäuren notwendig. Die Leber hat aber auch bei einer reduzierten Glucosezufuhr (60g/Tag) immer noch genug Vorrat, um den Blutzuckerspiegel konstant halten zu können.
Eine geringe Menge an Kohlenhydraten wird deshalb therapeutisch für die Ernährung nach dem COY-Prinzip eingesetzt – so sind die auch von mir erstellten Rezepte zusammengesetzt.
Wichtig:
- auf etwa 60g Kh/Tag reduziert
- regelmässig über den Tag verteilt
- geringe Mengen
- keine Blutzuckerspritzen
- geringer Einsatz von Kohlenhydraten aus langsam abbaubaren Zuckern (Vielfachzuckern) – vorwiegend in kohlenhydrat-armen Obst- und Gemüsesorten
- unter der Berücksichtigung der „Glykämischen Last“, um den Blutzuckeranstieg sehr gering zu halten
- verschiedene Zubereitungsarten – nach Verträglichkeit und Geschmack
- Verzehr von Rohkost – auch ganz kleine Mengen sind sinnvoll!
- kein Hungergefühl – Vermeidung von Heißhungerattacken (Hypoglykämien)
- Einsatz von eiweiß- und fetthaltigen Speisen
Bedenken:
- die Kohlenhydrat-Aufnahmemenge begrenzen
- totales Weglassen von Nahrungsmitteln mit schnell resorbierbaren Kohlenhydraten
- Brot- und Backwaren/Nudeln
- aus Weißmehl (Auszugsmehl)
- Süßwaren aller Art!
- süße Brotaufstriche!
- Kohlenhydrat-Konzentrate wie in Säften/Fertiggetränken/ Trockenfrüchten
- stärkehaltige Lebensmittel – Kartoffeln – reduzieren
- Getreide – alle Sorten bedenken – geringe Mengen als Vollkorn!
- Ersatz – „kohlenhydrat-armes Protein-Brot“
- größere Mengen an Hülsenfrüchten