Gluten

… „unser täglich Brot“

… und wenn’s nicht bekommt?

Am bekanntesten hierfür ist das Krankheitsbild der Zöliakie mit den vordergründigen Symptomen:

  • Durchfälle
  • Blähbauch
  • Gedeihstörung

Die können beim Säugling zum Zeitpunkt der Beikost mit Getreide erstmals auftreten. Diese Gruppe der Betroffenen ist aber relativ klein.

Viel häufiger entstehen Probleme sowohl bei Kindern und Erwachsenen beim Verzehr unserer üblichen glutenhaltigen Getreide erst nach Monaten/Jahren. Etliche Krankheitsbilder sind auch mit der Zöliakie assoziiert:

  • Eisentherapieresistente Anämie – das häufigste Symptom der Zöliakie, nicht wie bisher angenommen chronische Durchfälle
  • Wachstumsstörungen
  • Dermatitis herpetiformis

Diagnostik

  • Stuhl/Blut:  Bestimmung der Anti–Transglutaminase und Anti–Gliadin-Antikörper
  • Biopsie (Gewebsentnahme): zum Ausschluss!

Test = vor der Umstellung auf  glutenfrei

… jeden Tag wieder, aber nicht richtig!

Der tägliche Auslöser der Beschwerden über das Grundnahrungsmittel Getreide darf nicht verkannt werden!

Es muss keine Darmzottenreduktion vorhanden sein, um Reaktionen beim Verzehr glutenhaltiger Getreide zu haben!

Keine Zöliakie – aber Brot/Backwaren oje!

Eine Vielzahl Betroffener weist diese Darm-Veränderungen nicht auf , hat aber Beschwerden nicht nur über den Verdauungstrakt :

  • Psioriasis
  • Diabetes mellitus Typ I
  • Rheuma
  • Migräne/Kopfschmerz
  • Autismus
  • Verhalten (ADS)
  • „Reizdarm“

Die Zusammenhänge mit dem Getreideverzehr und den ganz anders gelagerten Beschwerden sind aber sehr häufig nicht bekannt oder werden ignoriert!

„ … ich esse statt Weizen nur noch Dinkel“ – hilft aber nicht!

Auslöser ist der Kontakt mit Gluten, ein Sammelbegriff für verschiedene Bestandteile des Kleber-Eiweisses im Weizen, Gliadin und Glutenin. Die Eiweisse der einzelnen Getreide werden unterschiedlich bezeichnet

Gluten ist enthalten in

    • Weizen
    • Roggen
    • Gerste
    • Hafer
    • Dinkel
    • alte Sorten Emmer-Einkorn-Kamut-Triticale
Häufig entstehen Beschwerden
beim Verzehr dieser Getreide
- nicht nur gastrointestinal!

Gluten ist hingegen nicht in

    • Reis
    • Mais
    • Hirse
    • Amaranth
    • Quinoa
    • Buchweizen
    • Hanf
im Handel als Korn und Mehl
viele Fertigprodukte im Angebot,
Spezialbäckereien Brot, Nudel etc.

… auch das noch!

Wenn der Darm in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, laufen in der Anfangszeit oft etliche Unverträglichkeiten parallel, etwa:

  • Lactose–Intoleranz
  • Fructose–Malabsorption
  • Gluten–Unverträglichkeiten
  • Fett-Unverträglichkeiten
  • Nahrungsmittel–Unverträglichkeiten

Hinweise auch bei den einzelnen Rubriken!

  • Durchlässige Darm-Schleimhaut
  • Antikörper gegen Gliadin können nur dann gebildet werden !

Eiweisse anderer Nahrungsmittel bilden auch Antikörper (IgG4-Reaktionen)
Austestung der oft vorkommenden Allergene

Untersuchung über das Labor biovis’

  • Durchführung eines IgG4–Kompaktscreen (umfasst 90 Einzelallergene)
  • Erstellung Basisprofil-Darm

… Gesucht – Gefunden!

Positive Werte:

  • im Stuhl/Blut
  • IgE / IgG4
  • Biopsie (in einem oder mehreren Bereichen)

Dann ist eine zeitlich begrenzte Karenz (Weglassen) unbedingt notwendig!

Ernährungsumstellung

Im Gegensatz zu einer echten Zöliakie, reicht bei einer latenten Form oft für einige Monate glutenfreie Ernährung.

Sind danach keine Antikörper mehr vorhanden und treten keine Symptome mehr auf, beginnt die Provokation:  langsamer Aufbau mit glutenhaltigen Getreiden in Rotation.

… woher? … wo drin? … womit?

Dazu gibt es im Rahmen der Beratung Informationsmaterial.

  • Welche Getreide/Saaten als Alternativen?
  • Wo zu kaufen?
  • Wo versteckt enthalten?
  • Wie werden sie zubereitet?

In einem individuellen Rotationsplan berücksichtige ich auch die Glutenfreiheit und alle zusätzlich bekannten Unverträglichkeiten!

Daraus hergestellt gibt es eine Vielzahl von Produkten im Handel – Mehle / Nudeln usw. Wird diese Ernährungsform eingehalten, verringert Sich der Reiz auf die Darmschleimhaut und sie kann regenerieren.