“Metabolic Screen”
Sie können sich für ein Ernährungsprogramm entscheiden, welches anhand Ihrer Laborwerte und Ihrer Angaben persönlich für Sie zusammengestellt wird. Mit Hilfe von individuellen Rezepten kann sich Ihr Körper leichter an die Ernährungsumstellung gewöhnen, weil die enthaltenen Nahrungsmittel auf Ihre Stoffwechsellage abgestimmt sind. Es ist trotzdem wichtig, den Körper ausreichend zu „füttern“ um abzunehmen, sein Gewicht zu halten oder auch nur gesünder zu werden oder zu bleiben.
Um die Hintergründe zu verstehen, muss man einen Blick auf den „Urzeittyp“ in uns werfen. Denn der moderne, hochzivilisierte Mensch tickt in den ganz wesentlichen Dingen des Lebens noch so wie vor Millionen von Jahren. Und das Essen gehört damit essentiell dazu. Im Gehirn des Menschen gibt es ein Areal, welches sich seither nicht wirklich verändert hat.
- die Fähigkeit des Körpers bei ausreichender Nahrungszufuhr, Energie in Form von Fett für Notzeiten zu speichern.
- Und andererseits bei mangelndem Nahrungsangebot den Grundbedarf (med.: Grundumsatz) so weit herunterzufahren, dass der Körper mit nur noch 400 Kalorien pro Tag auskommt. Diese Anpassung erfolgt innerhalb von 24 Stunden, also sehr schnell!
Es stellt sich nun die Frage: Warum ist die Menschheit dann so dick?
Für die 79 Billionen Körperzellen macht es nicht wirklich einen Unterschied, ob eine echte Hungersnot herrscht oder ob das, was wir essen nur leere Kalorien ohne jede Art von wichtigen Nährstoffen sind. Direkt ausgedrückt bedeutet das: wir bieten unserem Körper täglich viele Kalorien an, die er für Notzeiten in Fett speichert, gleichzeitig erhält er aber keine echten Nährstoffe damit er seinen Grundumsatz herauffährt. Hintergrund: Besonders auffällig ist dies in den letzen Jahren beim Verzehr von Getreideprodukten geworden. Bei der Nahrungsmittelherstellung werden hohe Anteile von Weißmehl, Stärken, Zucker und gehärteten Fetten verwendet. Diese Produkte haben eine hohe Energiedichte, d.h. sie sind hochkalorisch bei wenig Nährstoffgehalt.
Das Fazit: sie machen fett und krank.
Die Amerikaner und auch die Deutschen werden immer dicker. Das in den USA seit Jahren, und von uns übernommene, “Fett reduzieren“ hat den gewünschten Erfolg leider überhaupt nicht gebracht. Von der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wurde eine Ernährungspyramide erstellt, die eine Empfehlung für die gesunde Zusammenstellung der Nahrungsmittel darstellen soll. Der Schwerpunkt liegt auf dem Verzehr von vielen kohlenhydratreichen und fettarmen Lebensmitteln. Bis zu 70% der täglichen Kalorien sollen demnach in Form von Kohlenhydraten gegessen werden. Dabei sind kohlenhydratreiche Getreideprodukte, Kartoffeln und Reis zu bevorzugen. Sie gelten als „Schlankmacher“ und sollen sogar vor Zivilisationskrankheiten schützen. Dabei steigt die Zahl der dickleibigen Menschen, vor allem auch der Kinder und Jungendlichen, unaufhaltsam. Ein dicker Bauch ist nicht nur „gemütlich“. Er kann das sichtbare Zeichen für erhebliche Störungen des Stoffwechsels sein. Störungen des Zucker- und Insulinstoffwechsels werden zu einem immer größeren Problem. Der Typ II- oder Altersdiabetes betrifft nicht mehr nur noch Menschen ab der Altersgruppe über 50 Jahre; nein, es erkranken zunehmend auch übergewichtige Kinder. Das Auftreten dieser Erkrankung in Zusammenhang mit anderen nennt man medizinisch Metabolisches Syndrom.
Es bezeichnet das Zusammentreffen von den Risikofaktoren
- Adipositas = Fettleibigkeit (Bauchumfang Männer >94cm, Frauen >80cm)
- Diabetes mellitus
- Fettstoffwechselstörung (Triglyceride/HDL-Cholesterin)
- Bluthochdruck (>130 mm Hg)
Als Folge können Herzinfarkt, andere Herzerkrankungen oder Schlaganfallauftreten.
- Für eine, wie heute übliche, hohe Kohlenhydrataufnahme ist der menschliche Stoffwechsel nicht programmiert. Es kommt daher bei immer mehr Menschen zur Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse, weil die menschlichen Zellen immer weniger auf das Insulin ansprechen (= Insulinresistenz). Dies verursacht eine ständige Überproduktion von Insulin bis die Bauchspeicheldrüse ausgepowert ist, und nur noch wenig bis gar kein Insulin mehr produzieren kann. Die Folge ist der o.g. Diabetes mellitus Typ 2 oder Altersdiabetes.
- Ein weiterer Effekt des hohen Kohlenhydratangebotes im Körper ist, dass der Fettabbau gehemmt wird, weil Insulin die Produktion von Fettzellen und deren Wachstum stimuliert.
- Auch auf den Fettstoffwechsel hat eine kohlenhydratreiche Ernährung einen erheblichen Einfluss. Es kommt zum Anstieg von Cholesterin und Triglyceriden im Blut, wobei das „böse“ LDL-Cholesterin steigt und das „gute“ HDL-Cholesterin sinkt und diese Konstellation, wie oben beschrieben, das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen hebt.
Ernährungs-Pyramide
Aufgrund dieser Beobachtungen wurde eine neue Ernährungspyramide entwickelt, die andere Schwerpunkte setzt:
Die „LOW CARB“ Pyramide wurde von Dr. D. Ludwig (Harvard Universität, Boston) erstellt und in Deutschland von Dr. Nicolai Worm verbreitet und weiterentwickelt.
Diese Ernährungsweise weicht in erheblicher Form von der DGE-Pyramide und damit auch von der üblichen Ernährungslehre ab.
Jetzt heißt es Umdenken:
Vieles was verteufelt wurde, ist nun erlaubt. Kalorien werden nicht gezählt, nur wenn unbedingt erforderlich.
Es wird eine kohlenhydratarme Ernährungsweise angestrebt.
Diese neue Pyramide stellt mit ihren 4 Stufen die Grundlage für Ihr Ernährungskonzept
Dazu ist vom Labor biovis ein Rund-um-Konzept – “Metabolic Screen” erarbeitet worden, was Ihre individuelle Diagnose berücksichtigt und gibt Ernährungsempfehlungen zu den betreffenden Beschwerdebildern sowie Therapieempfehlungen (evtl. mit Nahrungsergänzungsmitteln). Der Befund gibt Ihnen einen Wegweiser an die Hand, der die für Sie notwendigen Schritte aufzeigt. Sie erhalten eine Liste von erlaubten Nahrungsmitteln, die individuell nach Ihren Ergebnissen und Angaben des Fragebogens zusammengestellt worden sind.
Sie basiert auf …
- … Ihren individuellen Laborergebnissen mit den Werten zur Funktion der
- Leber,
- Galle,
- Bauchspeicheldrüse,
- der Insulinproduktion,
- Schilddrüse,
- des Fettstoffwechsels und
- den Ergebnisse des IgG4-Nahrungsmittelunverträglichkeitstests
- Alle enthaltenen Lebensmittel haben eine glykämische Last von unter 10. Das heißt, diese Lebensmittel regen nur geringfügig die Insulinproduktion an und belasten den Körper somit deutlich weniger.
- Die nach diesen Kriterien für Sie unverträglichen oder belastenden Lebensmittel
werden entfernt und die zulässigen Nahrungsmittel in Form einer Pyramide dargeboten. Daraus sollten Sie Ihren Speiseplan erstellen.
Die Stufen der Pyramide erleichtern Ihnen die Umsetzung für Ihren Speiseplan
Labor:
Diese Werte sind für die Beurteilung Ihrer Stoffwechsellage und zukünftiger Ernährungsform von Bedeutung!
- Fettstoffwechsel
- Cholesterin
- HDL
- Triglyceride
- Zuckerstoffwechsel
- Schilddrüsenwerte
- Enzyme der Verdauungsorgane Leber und Gallenblase
- Harnsäure
- Hochsensitives C-reaktives Protein (hsCRP)
- Homocystein
Ursächliche Faktoren von Übergewicht
Neben einer bereits erwähnten übermäßigen und falschen Ernährungsweise, einem Bewegungsmangel und evtl. einer genetischen Veranlagung können auch andere Faktoren für Übergewicht verantwortlich sein:
- Schilddrüsenunterfunktion
- Darmflora
Im Rahmen des „Metabolic Screen“ wird in Ihrer Stuhlprobe das Verhältnis von Frimicuten zu Bacteroidetes ermittelt. Bei einer für sie ungünstigen Ratio erhalten Sie Empfehlungen, wie diese zu beeinflussen ist.
- Serotonin-Mangel
Drei Faktoren können als Auslöser für eine Vielzahl von gesundheitlichen Problemen angesehen werden: Stress, Depressionen und Übergewicht. Alle diese Faktoren werden durch Neurotransmitter (Botenstoffe im Gehirn) maßgeblich beeinflusst.
Bei dicken Menschen finden sich häufig niedrige Serotoninspiegel. Der Grund dafür sind u.a. vom Fettgewebe ausgehende Entzündungsreaktionen, die die Serotonin-Synthese aus Tryptophan hemmen.
- Nitrosativer Stress
Der Begriff Nitrosativer Stress bezeichnet eine übermäßgie Belastung des Körpers mit Stickstoffmonoxid (NO), ein Gas. NO entsteht durch die Einwirkung von Umweltgiften (Lösungsmittel, Schwermetalle, durch nitratreiche Nahrungsmittel, Medikamente und chronischen Stress). Nitrosativer Stress kann zuverlässig behandelt und Energiedefizite über eine kohlenhydratarme und protein- und fettsäurenreiche Kost ausgeglichen werden.